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Unsere Aktionen
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Projekt Portugal
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19.06.2010 Wie ich es bereits "Über uns" angekündigt habe, befindet sich unsere Petra Schweiger zur Zeit in Portugal (Beja) um sich ein persönliches Bild von den Nöten in den Tierheimen zu machen. Die Schilderungen in ihren ersten Emails sind deutlich schlimmer als befürchtet. Um einen kurzen Eindruck zu vermitteln, hier einige Passagen von den Emails, die wir von Petra bisher erhalten haben. 17.06.2010: "Heute waren wir in der Tötung in Beja....es wurden heute 12 neue Hunde angeliefert... hätt fast geplärrt...ganz viele so hübsche kleine Wuffis, hängen am Gatter und schauen mich an... und in zwei Wochen wird der Laden dicht gemacht und alle werden umgebracht. Ich schicke in meiner Verzweiflung einfach mal Bilder, da sind so ein paar kleine Zwerglein...voller Angst.
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Dann waren wir noch bei Minda, sie haust in einem grässlichen Hochhaus in einer ganz schäbigen Wohnung im EG... nachts dürfen die Katzen raus und tagsüber müssen sie in der kleinen heissen Wohnung bleiben, da sie die Nachbarn anschwärzen, sie darf nur 5 Miezen haben..es sind aber 10-15. Ihr Sohn will die Wohnung verkaufen und sie muss alle Katzen bald weg haben." 18.06.2010: "Heute waren wir bei Ophelia, eine Arztgattin, die ihre halbe Wohnung in ein Katzen- und Hundeasyl verwandelt hat. Wunderschöne Miezen in allen Farben und einen ganzen Korb voller Babies....hauptsächlich rote, rot-weisse, zwei Tigerchen und ein schwarz-weisses, von 4 Wochen bis ca. 4 Monate (2 davon kommen am Sonntag schon mit). Hier suchen wir auch dringend Plätze...die Ophelia hatte gerade heute einen Brief vom Ordnungsamt in der Post...Nachbarn haben sie wohl angeschwärzt, wg. der Tiere. Ophelia meinte auch, draussen auf der Strasse laufen noch dutzende so kleine Würmer rum, werden überfahren, zertreten u.a.
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Doch es kommt noch schlimmer....wir fuhren dann mit Ophelia zur sog. "Farm" raus. Ein halb verfallenes Bauernhaus und in einiger Entfernung davon befanden sich ohne die geringste Übertreibung ein paar Holz-Drahtverschläge mit Plastikplanen ummantelt und Blechdächern, in denen teilweise seit 1 1/2 Jahren Hunde und Katzen eingesperrt sind. Die Tiere hingen, als sie uns kommen sahen an den Drahtverschlägen und bellten und miauten um ihr Leben. Sie sitzen da voll in der Pampa im Niemandsland und Ophelia kommt einmal am Tag, sie zu versorgen...lass die mal krank sein. In dem Katzenverschlag sassen ca. 15 Miezen, ein Siamese, zwei Rote, etliche Tiger, viele schwarz-weisse ...jung und alt...es war sternvollerdreck, voller Fliegen...ich konnte das kaum mehr ansehen. Auf meine Frage hin...warum denn nicht wenigstens die Miezen draussen rumlaufen dürfen, man könnte ihnen einen Unterschlupf bauen, vom Menschen droht ihnen da ja keine Gefahr...Ophelia sagte:"Sie könne die Miezen nicht laufen lassen, da hier noch einige wilde Hunde rumlaufen, die die Katzen umbringen, wie auch einige Mütter der Babies, die sie zu sich ins Bad genommen hat. Hier müssen wir einfach etwas tun...und zwar bald. Die Tiere leiden unsagbar....auch hier schicke ich einige Bilder später nach.
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Mir laufen die Tränen runter beim Schreiben...es ist unerträglich. Und nicht nur das Hunde- und Katzenelend....wenn man so übers Land fährt, da stehen in den ausgedörrten Wiesen Pferde und Esel angebunden, tagelang der prallen Sonne ausgesetzt...manchmal bringt einer der Zigeuner, denen sie ausgeliefert sind, eine Schüssel Wasser. Gabi konnte heute erreichen, dass ein Rottweiler aus der Tötung raus und ins nebenanliegende Tierheim umziehen durfte, wegen der von uns geklauten Hundewelpen (die haben wir einfach über die Mauer ins Tierheim rübergereicht, weil sie noch nicht registriert waren) müssen wir uns vermutlich noch rechtfertigen. Morgen oder so will Gabi die kleine weisse wuschlige Hündin rausholen, die hat sooooviel Angst. Das wäre mein Bericht für heute... Traurige und zugleich hoffnungsvolle Grüsse aus Portugal dem Land der traurigen Tiere.
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