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ABZUGEBEN Katzenbaby, sechs Wochen alt……
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Hilfe, unser dreieinhalb Monate alter Kater greift meinen Sohn an. Er springt ihm auf den Kopf, kratzt und beißt. Die Besitzerin des Katzenkindes ist verwirrt. Warum reagiert Kater Monty plötzlich so aggressiv auf das Menschenkind? Das Katerchen wurde als angeblich 10 Wochen alter Welpe von seinen Besitzern verkauft. Der Tierarzt aber stellte fest, dass Monty gerade sechs Wochen alt, weder entwurmt noch entfloht war. Impfung und Parasitenbekämpfung lassen sich nachholen. Was nicht so leicht zu beheben ist, sind Verhaltensauffälligkeiten.
BABYS BRAUCHEN MÜTTER Immer wieder werden Katzenkinder – oft einzeln – abgegeben, die gerade sechs oder acht Wochen alt sind. Wer sich darauf einlässt, schadet dem Muttertier, dem Katzenkind, aber auch sich selbst. Denn nun muss er als Familienersatz dienen – mit allen Konsequenzen. Jedes Jahr werden unzählige Welpen aus dem Sozialverband von Mutter und Geschwistern gerissen und in eine fremde Welt ohne einen Artgenossen gesetzt. Das Ergebnis sind fast immer gravierende Störungen im Sozialverhalten.
GLÜCKLICHE GESCHWISTER Nicht umsonst hat es die Natur so eingerichtet, dass die Welpen rund zwölf Wochen bei der Mutter und den Geschwistern bleiben müssen. In dieser Zeit lernen sie für das Leben und das Überleben. Sie trainieren etwa den spielerischen Umgang mit Aggression, indem sie ab der fünften Woche das Balgen und Fangspielen mit den Geschwistern üben. Auf allzu derbes und heftiges Toben reagieren die anderen Jungkatzen mit Gegenwehr und Quieken. So lernt ein Kätzchen seine Grenzen kennen und respektieren. Oder eben nicht. Denn wenn Katzenkinder in diesem Alter einzeln abgegeben werden, fehlt ihnen diese Erfahrung. Oft sind Katzen wie Monty, die durch eine überzogene Spielaggression auffällig werden, in ihrer frühen Kindheit nicht „richtig erzogen“ worden, und es fehlt ihnen der kätzische Sparringspartner, den sie unbedingt brauchen. Obwohl der Instinkt des Jagens angeboren ist, lernen die Kleinen von der Mutter die erfolgreichen Techniken. Sie bringt ihnen bei, was fressbar und was gefährlich ist, demonstriert ihnen, wie die Toilette benutzt wird und was gutes Katzenbenehmen bedeutet. Das kann der Mensch, bei noch so viel gutem Willen niemals ersetzen. Wer sicher sein will, ein körperlich und psychisch gesundes Kätzchen zu bekommen, der nimmt es nicht vor der zwölften Woche zu sich, und vor allem hält er es nicht allein. Ein Geschwisterkind oder ein Artgenosse im gleichen Alter sind unverzichtbar für ein glückliches Aufwachsen. Alt genug: Wenn ein Katzenbaby lange genug bei der Mutter und Geschwistern sein durfte, steht einem Glücklichen Leben bei Menschen nichts im Wege.
Quelle: Fressnapf Journal Ausgabe April 2009
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Wichtige Vorüberlegungen
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Hunde und Katzen tiergerecht kaufen
Wer sich eine Katze oder einen Hund als Haustier anschafft oder jemandem schenken möchte, sollte ein paar Informationen einholen, um gut auf den neuen Hausgenossen vorbereitet zu sein. Beim Kauf von Jungtieren ist dies besonders wichtig, da in diesem Sektor ein tierquälerischer Handel mit Tieren aus Osteuropa besteht.
So kuschelig und putzig sehr kleine Jungtiere auch aussehen, wenn sie in Tiergeschäften, auf Messen oder Märkten ausgestellt sind, so tragisch ist oft das Schicksal dieser kleinen Kreaturen. Sie werden irgendwo in Osteuropa "gezüchtet", dem Muttertier nach wenigen Wochen weggenommen und auf den Markt gebracht. Der Transport von den Ostländern zu uns erfolgt in Kartons oder Schachteln, im Dunkeln, ohne Wasser, Nahrung, Luft, in eisiger Kälte im Winter, in glühender Hitze im Sommer.
Viele der Kleinen überleben diesen Transport nicht. Doch die Gewinnspannen für die Überlebenden sind so groß, dass die Händler die Verluste in Kauf nehmen.
Für jene Tiere, welche überleben, ist die Tortour jedoch nicht ausgestanden. Häufig erkranken sie, weil sie nicht geimpft sind, an Gastritis, an Parasiten und anderen ansteckenden Krankheiten, oft mit tödlichen Folgen.
Die bestehenden Tierschutzgesetze werden von den Händlern ignoriert. (Gesetz vom 20.07.04, Nr. 189 zur Tierquälerei, Gesetz Nr. 532 vom 30.12.1993 in Umsetzung einer EU-Richtlinie zum Tiertransport).
Als "Endverbraucher" haben wir die Möglichkeit, diese Machenschaften möglichst nicht zu unterstützen, indem wir beim Kauf umsichtig vorgehen und die richtigen Fragen stellen. Dies ist auch deshalb wichtig, weil immer öfter Tiere kurz nach dem Kauf verenden.
Damit die Tiere aber auch bei uns Zuhause alle Voraussetzungen haben, gesund aufzuwachsen und ein Tierleben lang gesund und fit zu bleiben, muss man als zukünftiger Besitzer ein paar Überlegungen anstellen:
Wie viel Zeit kann ich ihm widmen? Wie ist das mit den Kindern? Sind sie alt genug für ein Haustier? Gibt es einen Garten als Auslauf? Ist er eingezäunt, damit es keine Probleme mit den Nachbarn gibt? Ist mir klar, dass ich mich die nächsten 15 Jahre für das Tier verpflichte? Hab ich im Tierheim nachgefragt, ob ein geeignetes Tier abzuholen wäre, bevor ich mich an eine Tierhandlung wende?
Die richtige Rasse ist gefragt
Erkundigen Sie sich nach der geeigneten Rasse für Ihre spezielle Situation. Lassen Sie sich nicht nur von ästhetischen Ansprüchen verleiten. Ein Tierarzt ist der richtige Ansprechpartner für Fragen wie:
welche Eigenarten hat die Rasse? welche Ansprüche stellt sie? was kostet die Ernährung des Tieres?
Verantwortungsvolle Züchter stellen Fragen
Wenn Sie im Tierheim auch nach mehrmaliger Nachfrage nichts Passendes finden, wenden Sie sich an einen professionellen Züchter. Er zeichnet sich auch dadurch aus, dass er Fragen stellt, ähnliche Fragen, die sie sich bereits gestellt haben sollten. Außerdem wird er Ihnen anbieten, auch nach dem Kauf noch mit Ihnen in Kontakt zu bleiben, um eventuell auftretende Fragen klären zu können.
Unprofessionelle Züchter sind zu meiden
Beim Kauf von Jungtieren sollte man unbedingt die Mutter des Tieres kennen lernen dürfen, nach Möglichkeit auch den Vater. Die Charaktere der Eltern, besonders der Mütter, können Aufschluss über jene der Jungtiere geben. Wenn der Züchter den Zugang zu den Zuchtanlagen und zu den Tieren verwehrt, dann sollte man bei ihm kein Tier kaufen...
Hunde und Katzen nie auf Musterschauen, Märkten oder Messen kaufen!
Ansteckende Krankheiten vermehren sich bei diesen Gelegenheiten besonders gut, weil die Tiere in engen Kontakt mit anderen kommen. Wenn ein junges Tier unbedingt in einer Tierhandlung gekauft werden muss, dann ist nach den genauen Daten seiner Herkunft zu fragen. Diese Daten sind zu überprüfen, jeder seriöse Züchter verfügt heute über eine Homepage. Das Jungtier muss über einen Impfpass verfügen, welcher außer dem Geburtsdatum auch die Vermerke über Behandlungen gegen Parasiten, sowie über die von einem Tierarzt vorgenommenen Impfungen aufweist.
Auf keinen Fall sollten Jungtiere gekauft werden, welche vor dem 8. Lebensmonat von der Mutter getrennt wurden. Dieses Alter ist unbedingt notwendig, um eine normale psychische Entwicklung des Tieres sicherzustellen.
Im Übrigen gibt es einige äußere Merkmale, an denen man feststellen kann, ob das junge Tier gesund ist und aus einer tiergerechten Aufzucht stammt. Das Tier muss: sauber sein gut genährt sein lebendig und zutraulich sein
Hinweise auf kranke Tiere können sein: schmutzige Näschen schmutzige Ohren tränende Augen Schmutzkrusten auf dem Fell Flöhe
Rassetiere haben einen Stammbaum
Es kommt immer wieder vor, dass die Käufer eines Rassetieres erst nachträglich um das Dokument über den Stammbaum ansuchen. Oft werden sie dafür nachträglich zur Kasse gebeten. Bei Rassetieren muss der Stammbaum aber mitsamt dem Tier ausgehändigt werden. Das Tier erhält ihn samt einer registrierten Nummer gleich nach der Geburt. Mit vier Monaten erhält es zusätzlich eine Tätowierung im Ohr oder auf dem rechten Oberschenkel. Die Geburtsdaten auf dem Stammbaum und auf dem Sanitätsausweis müssen exakt übereinstimmen. Wenn dem nicht so ist, könnte der Stammbaum zu einem anderen Tier gehören. Und schließlich muss das Rassetier in die Stammbücher eingetragen sein. Für den Stammbaum muss daher kein Extrahonorar entrichtet werden.
Es ist auch schon vorgekommen, dass Tiere nicht der versprochenen Rasse angehören. Deshalb ist der Stammbaum und dessen Kontrolle beim Kauf eines Rassetieres unumgänglich.
Garantie auch für Tiere
Es klingt zwar nicht sehr angebracht, im Zusammenhang mit dem Kauf eines Tieres von Garantierechten zu sprechen. Dennoch hat der Gesetzgeber im Gesetz zum Garantierecht auch einen Artikel zum Kauf von Tieren eingefügt. Im Artikel 1496 des Zivilgesetzbuches heißt es, dass ein Tier, welches nach dem Kauf erkrankt und zwar nachweislich an einer Krankheit, die bereits vor dem Kauf angelegt war, für dieses Tier dieselben Garantieregeln gelten, wie für den Kauf eines Artikels.
Quelle: Verbraucherzentrale Südtirol
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